Antike Philosophie, Kultur und Geschichte

Neben den Ausgrabungsstätten in Paestum und Velia gehören zum Kulturerbe der Menschheit die mittelalterlichen Orte im Hügelland mit seinen Traditionen, Museen und Kirchen. Es gibt verlassene Dörfer aus dem frühen Mittelalter, die nur noch als Ruinen einsam auf den Bergen stehen. Die Ruinen der Sarazenen an den Küsten sind vom Meer aus sichtbar.

Zur bewegten Geschichte des Landes:

Höhlenfunde aus der Steinzeit dokumentieren eine frühe Besiedlung des Landes. Zwischen dem 8. und 5. Jahrhundert vor Christus wurde der Cilento durch die Griechen und Lukaner besiedelt.

Die Ausgrabungen in Paestum und Velia zeugen davon. Die Griechen, die Velia besiedelten kamen aus Phokäa vom Meer aus nach langer Irrfahrt wegen eines Orakelspruchs an die Küste in Höhe der Mündung des Alento, wo sie Elea (Velia) gründeten - ein anderer Teil der Phokäer gründete damals Massilia (Marseille).

Parmenides, der in Elea geboren wurde, begründete u.a. um 500 v.C. die philosophische Eleatenschule. Parmenides betrachtete vieles unter mystisch-religiösem Kontext. Kern seiner Philosopie war, dass man den Sinn des Seins der Dinge nur durch Denken erkennen kann, da die bloße Beobachtung die Dinge unter zu vielen Variationen erscheinen läßt und uns den wahren Kern verbirgt.

Das Phänomen der Bewegung z.B. wurde einfach wegdiskutiert (berühmter Beweis, warum man eine Schnecke nicht einholen kann). Die Küste des Cilento heißt Mythologische Küste - Odysseus hat sie entdeckt und sie wird auch Palinuro Kap genannt.

Nach den Griechen kamen die Römer, Goten, Byzantiner, Sarazenen und Langobarden, die den Cilento jeweils für eine gewisse Zeit lang beherrschten. Allerdings gelang es Velia lange Zeit durch geschickte Verträge eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren.

Im 11. und 12. Jahrhundert hatten die Benediktiner einen großen Einfluß. Ein Zeugnis ist das Kloster von Padua (in den Bergen). Es verfügt über den größten Kreuzgang weltweit. Später geriet der Cilento unter normanische-, dann staufische- und angiovinische Herrschaft.

Die Spanier hatten lange Einfluß über das Land und verteidigten es gegen die Türken. Sie bauten zur Verteidigung an der gesamten Küste verteilte Türme. deren Reste heute noch vom türkischen Einfluß zeugen. Die Bourbonen aus Frankreich und Navarra wurden von den Bewohnern des Cilento im 19. Jahrhundert bekämpft.

Das Land verarmte langsam. Die Bewohner lebten in erster Linie von dem was sie anbauten. Die Armut half ihre Traditionen zu bewahren und die Einwohner besonnen sich auf das was sie hatten um es zu erhalten. Die beiden unteren Fotos sind auf einem der traditionelles Feste aufgenommen die wie immer nicht ohne Musik stattfindet.

1998 wurde die Region zum UNESCO-Welterbe der Menschheit erklärt.

 

 

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